Der blaue Stein


Geschichte des blauen Steins

Lapislazuli übersetzt aus dem lateinisch-arabischen heißt "Blauer Stein".

Er gehört zu den ältesten bekannten Edelsteinen und wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit zu Schmuck und Kultzwecken verwendet. In den antiken Kulturen Ägyptens, Mexikos und den Reichen des Ostens wurde er als heiliger Stein sehr geschätzt. Die ägyptischen Priester nannten ihn den Stein des Himmels. Sie glaubten, die Erde ruhe auf einem Lapislazuli, von dem der Himmel jeden Tag seine Farbe erhalte. Sie gravierten Skarabäen aus Lapis. Diese Käfer galten als Inbegriff der Urzeugung und Unsterblichkeit, weshalb sich auch die Pharaonen mit diesem Stein schmückten.

Alexander der Große brachte den Stein nach Europa. Auch hier finden sich viele bedeutende Kunstwerke,
 z.B. eine Weltkugel von 60 cm Durchmesser und vier große Säulen aus Lapislazuli in der Chiesa del Gesu (Jesuskirche) in Rom. Im Mittelalter und noch bis in die Zeit der Entdeckung seiner chemischen Formel um 1830 diente Lapislazuli als Pigment für die Farbe Ultramarin. Da dieses Pigment sehr teuer war, konnten nur die bedeutendsten Künstler, wie z.B. Albrecht Dürer, es sich leisten, damit zu malen. Bekannt ist auch, dass viele gekrönte Häupter (z.B. Ludwig XIV, Napoleon I, Wilhelm I und Ludwig II) eine große Vorliebe für diesen Stein hatten.

Von der Antike bis heute hat das Zusammenwirken von Lapislazuli nichts von seiner magischen Schönheit verloren.

Wie entsteht Lapislazuli?
 
Lapislazuli entsteht vor allem durch metamorphose Vorgänge in unterschiedlichen Gesteinsarten, meist in Marmor, Gneis, Amphiboliten und Peridotiten. Bei der Entwicklung des Edelsteins spielen auch einige Mineralien wie Schwefel, Afghanit und Dolomit eine große Rolle.
 

Welche Farbe hat Lapislazuli?
 
Qualitativ hochwertiger Lapislazuli hat eine kräftige ultramarinblaue Färbung, die durch Radikalanionen des Schwefels entstehen. In den verschiedenen Abbaugebieten kommen unterschiedliche Farbnuancen vor.
 

Wie kann man die Echtheit eines Lapislazuli nachweisen?

Besitzt ein Lapislazuli feine goldfarbene Pyriteinschlüsse, gilt dies als Echtheitsnachweis. Auch Flecken oder feine goldene Adern aus Pyrit, werden geschätzt. Sollte der Pyritanteil jedoch zu groß sein, ergibt sich eine unschöne grüne Verfärbung des Gesteins. Lasursteine, bei denen das Calcit zu deutlich hervortritt, haben weniger Wert.


Wo wird Lapislazuli abgebaut?

Die bekanntesten Fundstätten liegen im Westen von Afghanistan. Von hier stammen auch die farblich besten Qualitäten. Andere Abbaugebiete befinden sich in Russland, Chile, Tadschikistan, im Iran und in Kalifornien.


Der größte bearbeitete Lapislazuli der Welt
 
Der größte, jemals bearbeitete Lapislazuli stammt aus den chilenischen Anden.
Aus einem Stein fertigte der Bildhauer Hans Muhr einen Brunnen in Wien an. Der Wasserwellen-Lebens-Brunnen oder auch Lapislazuli-Brunnen wurde erstmals bei der Weltausstellung in Lissabon im Jahr 1998 ausgestellt.
 

Woher kommt die Bezeichnung Lapislazuli?

Das Wort „Lapis“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Stein“. Die Bezeichnung „Lazuli“ wurde ursprünglich von dem persischen Wort Lāžward, übersetzt Himmelblau, abgeleitet. Andere Bezeichnungen für den blauen Stein wären zum Beispiel, Lasurstein oder kurz Lapis.


Was bewirkt der Lapislazuli?

Der Lapislazuli wirkt als Heilstein bei verschiedenen Erkrankungen. Er besitzt eine beruhigende Wirkung, die sich zum Beispiel für die Behandlung von Kopfschmerzen eignet. Der blaue Stein beugt Hauterkrankungen vor und soll bei Bluthochdruck helfen. Unter anderem soll der Stein auch psychische Wirkungen auf den Menschen haben. Er verleiht dem Träger einen gesteigerten Optimissmus und hilft somit bei Depressionen, Ängsten und Blockaden. Lapislazuli gilt als Stein der Freundschaft und Stein der Wahrheit.


Wie pflegt und poliert man Lapislazuli?
 
Edelsteine mit geringer Härte, wie der Lapislazuli, lassen sich am besten mit einem weichen, leicht feuchten Tuch reinigen. Es sollten keine Zahnbürsten oder andere Werkzeuge verwendet werden, da die Oberfläche des Lapislazuli dadurch zerkratzt werden könnte.


Wie wertvoll ist Lapislazuli?
 
Wie wertvoll der Edelstein ist, ist zunächst sehr abhängig von der Intensität seiner Farbe und den goldfarbenen Einschlüssen von Pyrit im Gestein. Der Wert eines Lapislazuli ist nicht einfach zu bestimmen, da die Steine unterschiedliche Verwendungszwecke haben.

Ein Lapis mit vielen Pyriteinschlüssen ist für die Steinheilkunde sehr wertvoll, allerdings für die Herstellung von Schmuck zum Teil ungeeignet, da hierfür besonders reine Edelsteine bevorzugt werden.

 
Wo kann man Lapislazuli Schmuck kaufen?

In unserem Laden (Albrecht-Dürer-Straße 32, 90403 Nürnberg), sowie in unserem Online Shop erhalten Sie Schmuck aus qualitativ hochwertigem Lapislazuli. Wir bieten Ihnen Ohrringe und -stecker, Ketten sowie Kettenanhänger, Armbänder, Ringe und Manschettenknöpfe handgefertigt aus dem blauen Stein in verschiedensten Variationen.

Mit Silber oder Gold, filigran verarbeitet, schlicht oder verspielt, unendliche Möglichkeiten Akzente zu setzen.